1 Gesamtprojekt

A 6 AK Weinsberg - Lgr. BY/BW

1.1 Übersicht

Quellbild nicht vorhanden
Abb. 1: Lage der Maßnahme

1.2 Grunddaten

ProjektnummerA6-G60-BW-BY
BundeslandBaden-Württemberg, Bayern
StraßeA 6
Straße 2A 81
Verbindungsfunktionsstufe 0/1Ja
Anzahl der Teilprojekte2
Länge64,4 km
Bautyp(en), Bauziel(e)Erweiterung auf 6 Fahrstreifen
Planungsstände1)Vorplanung läuft seit 27.07.2013
Künftige mittlere Verkehrsbelastung
im Bezugsfall 203061.000 Kfz/24h
im Planfall 203062.000 Kfz/24h

1) Die Planungsstände beziehen sich auf den Zeitpunkt der Anmeldung.

DringlichkeitseinstufungVordringlicher Bedarf - Engpassbeseitigung (VB-E)

Kostenbestandteile[Mio. €]Kosten
Dritter
[Mio. €]
Gesamtprojektkosten
(Bruttokosten ohne Planungskosten, Preisstand 2014)
714,7--
Ausbau-/Neubaukosten
(Bruttokosten ohne Planungskosten, Preisstand 2014)

222,5
davon
Länder0,0
Kommunen0,0
Deutsche Bahn0,0
Sonstige0,0
Summe Dritter0,0
Erhaltungs- bzw. Ersatzkosten
(Bruttokosten ohne Planungskosten, Preisstand 2014)
492,2--
Haushaltsrelevante Projektkosten BVWP
(Bruttogesamtprojektkosten abzüglich Kosten Dritter und abzüglich Erhaltungskosten, Preisstand 2014)
222,5--
Bewertungsrelevante Ausbau-/Neubaukosten
(Nettokosten, inkl. Planungskosten, Preisstand 20122))
215,9--

2) Für die gesamtwirtschaftliche Bewertung wird bei allen Verkehrsträgern der Preisstand 2012 gewählt.

Kostenaufteilung bei länderübergreifenden Projekten[Mio. €]Länge
Baden-Württemberg714,7
Bayern0,0

BewertungsergebnisseProjektbewertung
Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) (Modul A)3,0
Umweltbetroffenheit (Modul B)mittel
Raumordnerische Bedeutung (Modul C)nicht bewertungsrelevant
Städtebauliche Bedeutung (Modul D)nicht bewertungsrelevant

Begründung der Dringlichkeitseinstufung

Das Projekt ist wirtschaftlich. Es beseitigt/mindert stark einen Engpass im Netz. Zudem liegt keine hohe Umweltbetroffenheit vor. Daher erfolgt die Einstufung in den Vordringlichen Bedarf mit Engpassbeseitigung (VB-E).

Der Anmeldung zugrunde gelegte Notwendigkeit aus Sicht des Landes

Die A 6 zwischen Weinsberg und Landesgrenze ist seit 1979 in Betrieb. Eine enorme Verkehrszunahme erfolgte ab 1990 mit der Wiedervereinigung Deutschlands und der Öffnung der europäischen Staaten. Die A 6 ist eine bedeutende Ost-West Transversale und ein wichtiges Bindeglied für Osteuropa an den westeuropäischen Markt. Sie ist außerdem Bestandteil des TEN-Netzes. Die Belastung der Autobahn hat vor allem in Folge der starken Zunahme des Schwerlastverkehrs die Kapazitätsgrenze erreicht (siehe Teilprojekte 1 und 2). Der sechsstreifige Ausbau ist zur Vermeidung gravierender Engpässe zwingend erforderlich.

1.3 Lage der Trasse und betroffene Kreise

Wichtiger Hinweis

Der in den nachfolgend aufgeführten, herunterzuladenden Lageplänen dargestellte Verlauf des Projekts stellt eine der Lösungsmöglichkeiten dar. Dieser Verlauf liegt der gesamtwirtschaftlichen, umweltfachlichen, städtebaulichen und raumordnerischen Bewertung bzw. Beurteilung zugrunde. In den nachfolgenden Planungsstufen kann sich der Verlauf verändern. In diesem Fall wird regelmäßig eine neue gesamtwirtschaftliche Bewertung zum Nachweis der Bauwürdigkeit des Projekts durchgeführt.

Zu diesem Projekt liegen folgende Lagepläne vor, die hier heruntergeladen werden können.

LPL_1_1_A6-G60-BW-BY-T1-BW_ULP50000.pdf (1.6MB)
Quelle: Geobasisdaten © Landesamt für Geoinformationen und Landesentwicklung Baden-Württemberg, www.lgl-bw.de , Az.: 2851.9-1/19 und Bayerische Straßenbauverwaltung
LPL_2_1_A6-G60-BW-BY-T2-BW_ULP50000.pdf (1.7MB)
Quelle: Geobasisdaten © Landesamt für Geoinformationen und Landesentwicklung Baden-Württemberg, www.lgl-bw.de , Az.: 2851.9-1/19 und Bayerische Straßenbauverwaltung

Betroffene Kreise

Länderübergreifendes Projektja
Betroffene BundesländerBaden-Württemberg, Bayern
Betroffene Kreise/kreisfreie Städte-; Hohenlohekreis; Schwäbisch Hall, Landkreis
Betroffene Wahlkreise (des Bundes)- (257 ); Stuttgart I (258)

1.4 Der Anmeldung zugrundegelegte Alternativenprüfung

Für den sechsstreifigen Ausbau werden im Rahmen der Voruntersuchung eine symmetrische und zwei asymmetrische Ausbauvarianten (nördliche / südliche Verbreiterung) untersucht. Trassenferne Alternativen kommen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit nicht in Frage.

1.5 Verkehrsbelastungen im Bezugs- und Planfall

Die Quelle für die nachfolgenden Karten ist das Geodatenzentrum des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG).

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Abb. 2: Kfz-Querschnittsbelastungen des DTVw im Bezugsfall 2030

Quellbild nicht vorhanden
Abb. 3: Lkw-Querschnittsbelastungen des DTVw im Bezugsfall 2030

Quellbild nicht vorhanden
Abb. 4: Kfz-Querschnittsbelastungen des DTVw im Planfall 2030

Quellbild nicht vorhanden
Abb. 5: Lkw-Querschnittsbelastungen des DTVw im Planfall 2030

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Abb. 6: Querschnittsbezogene Kfz-Belastungsdifferenzen des DTVw zwischen dem Planfall und dem Bezugsfall 2030

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Abb. 7: Querschnittsbezogene Lkw-Belastungsdifferenzen des DTVw zwischen dem Planfall und dem Bezugsfall 2030

1.6 Zentrale verkehrliche / physikalische Wirkungen

Kenngröße  Wirkungen  
Verkehrsbelastungen auf dem Projekt
mittlere Kfz-Belastungen
im Bezugsfall61.000Kfz/Tag
im Planfall62.000Kfz/Tag
mittlerer Lkw-Anteil
im Bezugsfall37%
im Planfall37%
Verkehrswirkungen im Planfall
Veränderung der Betriebsleistung im Personenverkehr (PV)17,05Mio. Pkw-km/a
(86 % Fahrzweck Privat, 14 % Fahrzweck Geschäft)
davon aus induziertem Verkehr11,60Mio. Pkw-km/a
nachrichtlich aus Modal - verlagertem Verkehr0,89Mio. Pkw-km/a
Veränderung der Fahrzeugeinsatzzeiten im PV-1,53Mio. Pkw-h/a
(86 % Fahrzweck Privat, 14 % Fahrzweck Geschäft)
davon aus induziertem Verkehr0,11Mio. Pkw-h/a
nachrichtlich aus Modal - verlagertem Verkehr0,01Mio. Pkw-h/a
Veränderung der Reisezeit im PV-2,32Mio. Personen-h/a
(90 % Fahrzweck Privat, 10 % Fahrzweck Geschäft)
davon aus induziertem Verkehr0,15Mio. Personen-h/a
nachrichtlich aus Modal - verlagertem Verkehr0,02Mio. Personen-h/a
Veränderung der Betriebsleistung Güterverkehr (GV)1,45Mio. Lkw-km/a
Veränderung der Fahrzeugeinsatzzeiten im GV-0,36Mio. Lkw-h/a
Fahrzeitdifferenz im Lkw-Verkehr mit Fahrtweiten < 50 km-0,04Mio. Lkw-h/a
Fahrzeitdifferenz im Lkw-Verkehr mit Fahrtweiten ≥ 50 km-0,32Mio. Lkw-h/a
Veränderung der Kraftstoffverbräuche (PV+GV)
Benzin1,58Mio. l/a
Diesel1,62Mio. l/a
Gas0,66Mio. l/a
Elektro0,35Mio. kWh/a
Veränderung der Abgasemissionen (PV+GV)PkwLkwKfz
Stickoxid-Emissionen (NOx)32,66-28,843,82t/a
Kohlenmonoxid-Emissionen (CO)465,41-38,78426,63t/a
Kohlendioxid-Emissionen (CO2)8.479,331.390,319.869,65t/a
Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC)3,81-1,162,65t/a
Feinstaub-Emissionen (PM)0,90-0,070,83t/a
Schwefeldioxid-Emissionen (SO2)0,090,010,10t/a
Veränderung der Zuverlässigkeit
Summendifferenz der Standardabweichungen
der Reisezeitverluste über alle Routen
101,12Tsd. h/a
Veränderung der Trennwirkungen-1,16Tsd. Personen-h/a

1.7 Nutzen-Kosten-Analyse (Modul A)

Jährliche
Nutzen
[Mio.
€/Jahr]
Barwert
der Nutzen
[Mio. €]
Veränderung der Betriebskosten im Personen- und GüterverkehrNB9,304175,307
Fahrzeugvorhaltekosten2,64349,809
Betriebsführungskosten (Personal)12,396233,587
Betriebsführungskosten (Betrieb)-5,736-108,089
Veränderung der Instandhaltungs- und Betriebskosten der VerkehrswegeNW-0,430-8,111
Veränderung der VerkehrssicherheitNS5,808109,442
Veränderung der Reisezeit im PersonenverkehrNRZ11,455215,839
davon Reisezeitnutzen aus Einzelreisezeitgewinnen < 1 min4,62687,177
Veränderung der Transportzeit der Ladung im GüterverkehrNTZ1,60230,184
Veränderung der impliziten NutzenNI2,62949,536
Veränderung der Lebenszyklusemissionen von Treibhausgasen der InfrastrukturNL-1,950-36,753
Veränderung der GeräuschbelastungNG0,0360,683
InnerortsNGi0,0000,000
AusserortsNGa0,0360,683
Veränderung der AbgasbelastungenNA-1,623-30,588
Stickoxid-Emissionen (NOx)NA1-0,059-1,109
Kohlenmonoxid-Emissionen (CO)NA2-0,026-0,498
Kohlendioxid-Emissionen (CO2)NA3-1,431-26,966
Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC)NA4-0,004-0,085
Feinstaub-Emissionen (PM)NA5-0,101-1,906
Schwefeldioxid-Emissionen (SO2)NA6-0,001-0,024
Veränderung der innerörtlichen TrennwirkungenNT0,0070,140
Veränderung der ZuverlässigkeitNZ1,60230,178
Gesamtnutzen28,438535,868

Kosten

Bewertungsrelevante KostenKosten
[Mio. €]
Barwert
der Kosten
[Mio. €]
Planungskosten32,54-
Aus- und Neubaukosten183,37-
Summe bewertungsrelevanter Investitionskosten215,91181,066

Nutzen-Kosten-Verhältnis

Barwert des Nutzens535,9 Mio. €
Barwert der bewertungsrelevanten Investitionskosten181,1 Mio. €
Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV)3,0

Grundlagen der Barwertermittlung
Dauer der noch ausstehenden Planungen146 Monate
Dauer der Bauphase56 Monate
Dauer der Betriebsphase (mittlere über alle Anlagenteile gewichtete Nutzungsdauer)33 Jahre

1.8 Umwelt- und Naturschutzfachliche Beurteilung (Modul B)

Ergebnisübersicht

Umweltbeitrag Teil 1: Nutzensumme Umwelt [Mio. Euro Barwert]-66,658

Umweltbeitrag Teil 2: Umwelt-Betroffenheit [gering/mittel/hoch] oder "Projekt planfestgestellt"mittel
Das Ausbauprojekt verläuft zwischen dem AK Weinsberg bis zur Ländergrenze Bayern Baden-Württemberg größtenteils durch landwirtschaftlich genutzte Offenlandbereiche, teilweise in Siedlungsnähe. Die Bestandsstrecke des Projekts quert 5 Natura 2000-Gebiete. Diese befinden sich entlang mehrerer Gewässer und werden mit Großbrücken überspannt, so dass Beeinträchtigungen durch indirekte Wirkungen im Bereich der Wirkzone möglich sind. Gleiches gilt für 2 weitere Natura 2000-Gebiete, die, zwar abgerückt von der Trasse, jedoch noch innerhalb der Wirkzone liegen. Prioritäre Wiedervernetzungsabschnitte oder weitere Bereiche mit besonderen Umweltqualitäten sind nicht betroffen.

Beschreibung und Bewertung der voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen

Umweltbeitrag Teil 1
(monetarisierte Umweltkriterien, übernommen aus der Nutzen-Kosten-Analyse)

Beschreibung Bewertung
Nr. Kriterium Differenz Planfall-Bezugsfall Nutzen [Mio. €/a]Barwert
[Mio. €]
1.13) Veränderung der Anzahl von Verkehrslärm betroffenen Einwohner (innerörtlicher Anteil)- - 0,0000,000
Neubelastung oder stärker betroffen 0Einw. - -
Entlastung 0 Einw. - -
1.2 Veränderung der Geräuschbelastung außerorts (fiktive außerörtliche Lärmschutzwand)-47,3 Tsd. qm0,0360,683
1.3 Kohlendioxid-Emissionen (CO2) (bestehend aus CO2 aus Betrieb und CO2-Äquivalenten aus Lebenszyklusemissionen) 23.321,154 t/a -3,381 -63,719
1.4 Luftschadstoff-Emissionen
Stickoxid-Emissionen (NOX) 3,821 t/a -0,059 -1,109
Kohlenmonoxid-Emissionen (CO) 426,626 t/a -0,026 -0,498
Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC) 2,645 t/a -0,004 -0,085
Feinstaub-Emissionen 0,832 t/a -0,101 -1,906
Schwefeldioxid-Emissionen (SO2) 0,097 t/a -0,001 -0,024
Nutzensumme Umwelt-66,658

3) Die konkrete Ermittlung der Lärmbetroffenheit und des notwendigen Lärmschutzes im Bereich des Projektes erfolgt in nachgelagerten Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Umweltbeitrag Teil 2
(nicht-monetarisierte Kriterien)

Nr. Kriterium Beschreibung Bewertung
absolut Betroffenheit
pro Strecken km
je Kriterium
2.1 Inanspruchnahme / Beeinträchtigung Naturschutzvorrangflächen mit herausragender Bedeutung - ha - ha/km gering
2.2 Erhebliche Beeinträchtigung von Natura 2000-Gebieten hoch
Erhebliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen 7 Anzahl Gebiete-- -
Erhebliche Beeinträchtigung wahrscheinlich 0 Anzahl Gebiete - - -
2.3 Inanspruchnahme von unzerschnittenen Kernräumen (UFR 250) - ha - ha/km gering
2.4 Zerschneidung von unzerschnittenen Großräumen und Lebensraumachsen/-korridoren (BfN-Lebensraumnetzwerke) gering
1a) Neubau: Zerschneidung von unzerschnittenen Großräumen (UFR 1.000/1.500: Feucht-, Trocken- und Waldlebensräume) - km - km/km -
1b) Neubau: Zerschneidung von unzerschnittenen Großsäuger-Lebensräumen (UFR 1.500) - km - km/km -
1c) Neubau: Zerschneidung von Lebensraumachsen/-korridoren - Anzahl - - -
2) Ausbau: Wiedervernetzung von Lebensraumnetzwerken 0 Anzahl - - -
2.5 Flächeninanspruchnahme 128,2 ha - - -
2.6 Durchfahrung von Überschwemmungsgebieten - km - km/km gering
2.7 Durchfahrung von Wasserschutzgebieten - km - km/km gering
2.8 Zerschneidung Unzerschnittener verkehrsarmer Räume (UZVR) - ha - - gering
2.9 Inanspruchnahme / Beeinträchtigung von Vorrangflächen des (Kultur-)Landschaftsschutzes - ha - ha/km gering

Zusätzliche bewertungsrelevante Sachverhalte

1Trassenführung verursacht nur indirekte Betroffenheiten-
2 Querungshilfen eingeplant -
3 Bündelungsmöglichkeit mit bestehenden Vorbelastungen -
4 Sonstiges: -
  -
Die zusätzlichen Sachverhalte führen
zur Heraufstufung des Ergebnisses, d. h. das Vorhaben wird aus Umweltsicht kritischer eingestuft, als nur die Bewertung nach Umweltbeitrag 1 und 2 ergibt-
zu keiner Veränderung des ErgebnissesX
zur Herabstufung des Ergebnisses, d. h. das Vorhaben wird aus Umweltsicht weniger kritisch eingestuft, als nur die Bewertung nach Umweltbeitrag 1 und 2 ergibt-

Eine Kartendarstellung für ein Hauptprojekt, welches Teilprojekte enthält, ist nicht vorgesehen. Es wird auf die Kartendarstellungen der Teilprojekte verwiesen.

1.9 Raumordnerische Beurteilung (Modul C)

Nicht bewertungsrelevant.

1.10 Städtebauliche Beurteilung (Modul D)

Nicht bewertungsrelevant.

1.11 Ergänzende Betrachtungen

Engpassbeseitigung auf dem Straßenzug des Projektes

Gesamtlänge des Projektes64,4 km
Staulänge im Bezugsfall47.3 km
Staulänge im Planfall0 km

Damit wird die staugefährdete Streckenlänge um 47.3 km reduziert.

Engpassvollständige Auflösung